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Reisen mit Rheuma

Ungehinderte Mobilität und die Möglichkeit zu reisen, zählen heute zu den wichtigsten Faktoren der Lebensqualität. Dies gilt nicht nur für Gesunde, sondern insbesondere auch für chronisch Kranke. Während sich früher die Reisemöglichkeiten von Patienten mit rheumatischen Beschwerden oder Erkrankungen des Immunsystems aufgrund der oft erheblichen körperlichen Einschränkungen in der Regel auf spezielle Einrichtungen wie Bäder- und Kurzentren beschränkten, ermöglichen viele der heutigen Therapieformen ein nahezu unbegrenztes Reisevergnügen.
Allerdings greifen zahlreiche hochwirksame Rheumamedikamente in das körpereigene Immunsystem ein, so dass es einiges vor und während der Reise zu berücksichtigen gilt. Beispielsweise ist auf einen ausreichenden Impfschutz zu achten, um unnötigen Risiken von vornherein aus dem Weg zu gehen.

Notwendige Impfungen für Rheumapatienten
Als Rheumapatient mit einer geschwächten Immunabwehr haben Sie auch ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen, denen mit einer Impfung vorgebeugt werden kann. Deshalb ist für Sie vor einer größeren Reise eine Impfprophylaxe besonders wichtig. Allerdings sind je nach Therapie nicht alle Impfungen für Rheumapatienten geeignet. In aller Regel sollten die so genannten Lebendimpfungen auf keinen Fall angewendet werden – sprechen Sie daher in jedem Fall am besten schon bei der Planung einer Reise in eine Region mit einer Impfempfehlung mit Ihrem Arzt. Planen Sie im Interesse Ihrer Sicherheit langfristig, denn der Schutz setzt meistens erst mehrere Wochen nach der Impfung ein.
Der Impferfolg ist – abhängig von der jeweiligen Erkrankung und Schwere der Immunschädigung – trotzdem zumeist ausreichend und sollte unbedingt durchgeführt werden.

Mit Biologics auf Reisen
Wichtig ist auch die Information, dass die Mitnahme verschiedener Arzneimittel gegen Rheuma, wie etwa der modernen Biologics, kühle Transportbedingungen verlangt.
Bitte beachten Sie hierbei folgendes:

  • Vor Antritt einer Auslandsreise müssen die jeweiligen Einfuhrbestimmungen des Gastlandes (z. B. über das jeweilige Konsulat oder mit Hilfe des Reisebüros oder der Fluggesellschaft) erfragt werden.
  • Besonders bei Flugreisen ist ein ärztliches Attest über die medizinische Notwendigkeit des Präparates erforderlich. Die Fluggesellschaft sollte mindestens zwei Wochen vor Antritt der Reise über die Mitnahme von Spritzen informiert werden. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen für Flüssigkeiten auf Reisen ist auf dieses Problem besonders zu achten.
  • Wie alle anderen wichtigen Medikamente sollten die Kühltaschen mit den Fertigspritzen im Handgepäck transportiert werden und vor Beginn des Fluges dem Bordpersonal abgegeben werden. Bei Transport im Laderaum im Koffer liegt die Temperatur häufig unter 2°C. Während des Fluges müssen die Spritzen gekühlt bleiben.

Was Sie sonst noch brauchen
Zusätzlich zu den regelmäßig einzunehmenden Medikamenten, die auf Vorrat mitgenommen werden sollten, sind ein Desinfektionsmittel für Wunden, Verbandsmaterial sowie ein Fieberthermometer empfehlenswert. Im Handgepäck mitgenommen werden können der Rheumapass sowie Medikamentenausweise, z. B. für Kortikoide oder der Allergie- und Impfpass. Ein medizinisches Wörterbuch in der Sprache des Urlaubslandes kann sich ebenfalls als nützlich erweisen.

Sehr wichtig ist auch die Klimafrage, da zahlreiche Arzneimittel die Haut für die Sonnenstrahlen empfindlicher machen.

All das sind wichtige Voraussetzungen, damit man eine komplikationslose und erlebnisreiche Reise antreten kann.

 

Reiseservice RHEOlife  •  Telefon 0180 500 9195*  •  service@rheolife.de
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